Neulich war es so weit. Das Herz rast, die Hände werden schweiß nass. Wo sind die Bilder vom letzten Kunden Fototermin?!

Nachdem ich alle Speicherkarten durchgesehen und alle Laufwerke gecheckt hatte war klar – die Bilder sind weg. Wie zur Hölle konnte das passieren? Und das wo ich so sorgfältig mit meinen Daten umgehe.


Es ist genau der Moment den man sich als Berufsfotograf nicht vorstellen will. Klar, sind die privaten Bilder weg ist das auch richtig doof. Aber stell dir vor, du hast das Neugeborene von Kunden fotografiert und musst ihnen dann beichten dass die Bilder weg sind? Sind schon ein paar Wochen vergangen, kann man das Shooting nicht so ohne weiteres noch einmal nachstellen. Noch schlimmer muss dieses Gefühl für Hochzeitsfotografen sein.

Zugegeben, mein Datensicherungs Management war nicht immer optimal. Gehört sicher auch zu den Dingen die mitwachsen mit der Zeit. Aber ganz klar. Datensicherung ist eines der wichtigsten Dinge wenn man mit Kundendaten arbeitet. Die nicht so Technik affinen unter uns (ich zähle mich da zu) schieben das Thema ganz gerne mal nach hinten. Es macht einfach keinen Spaß und erfordert etwas technisches Verständnis in das man sich einfuchsen muss.


Angefangen habe ich mit einer externen Festplatte. Auf die habe ich die Daten manuell verschoben, nachdem sie an den Kunden abgegeben waren. Regelmäßig war die Festplatte am Rechner voll. Also wurden die Daten da gelöscht und waren dann nur noch auf der Festplatte vorhanden. Suboptimal.

Heute habe ich ein NAS. Wenn dir das garnix sagt, lies mal hier. und alles wird automatisch doppelt und dreifach gespiegelt. Ich gebe zu, ich habe es mir nicht selbst eingerichtet. Wie gesagt, Technik affin bin ich nicht. Und man muss sich als Selbständige Fotografin in so unfassbar viele Themen einarbeiten, da geht einfach nicht alles alleine. Wenn du dich trotzdem mal ein bisschen einlesen willst kannst du das hier und hier tun. Und natürlich gibt es auch etliche Youtube Videos zu diesem Thema.


Früher war es so, dass man Bilddaten seiner Kunden aufbewahren musste. Heute, nach letzten DSGVO Regeln heißt es “Professionelle Fotografen müssen die geschossenen Fotos nach der Auftragsabwicklung löschen”. Allerdings darf man mit seinem Kunden abweichende Regelungen treffen. Das ist zum Beispiel wichtig wenn es um den Nachweis des Urheberrechts geht.

Ich persönlich möchte meinen Kunden den Service “Bildaufbewahrung” gerne bieten. Denn es ist eigentlich der Wahnsinn, wie oft ich von früheren Kunden angeschrieben werde weil die eigenen Daten auf dem Rechner weg sind. Das Shooting ist dann zwei, drei Jahre her und dem Kunden fällt auf die Daten sind weg. Du glaubst nicht wie sehr sich meine Kunden freuen, wenn ich ihnen die Bilder erneut zur Verfügung stellen kann. Schon aus diesem Grund möchte ich zumindest die Daten die der Kunde von mir erhalten und erworben hat, aufbewahren.

Was also tun, wenn man verstanden hat das man ohne ein Datenbackup System nicht auskommt, aber keine Ahnung davon hat?

Entweder du suchst dir wie schon gesagt einen PC Spezialisten. Oder du schaust mal bei der Firma Drobo vorbei. Es ist einfach, auch für nicht Technik Freaks und gerade für kleine “Unternehmen” wie uns super geeignet. Ich selbst nutze seit vielen Jahren ein NAS von Synology , aber müsste ich mich heute noch mal mit dem Thema auseinander setzten, würde ich mich auf jeden Fall mit dem System von drobo auseinandersetzen.


Zurück zum Datenverlust. Der mir trotz NAS passiert ist. Denn die Daten gingen verloren bevor sie überhaupt auf dem Rechner landeten.

Normalerweise lösche ich Kundendaten auf der Speicherkarte erst, wenn sie fertig bearbeitet im zugehörigen Kundenordner liegen. Und wird mein Kartenplatz nicht eng, lasse ich sie sogar auf der Karte bis der Kunde seine Bilder gesehen und erhalten hat. Eigentlich.

Warum auch immer – ich habe die Daten von der Karte gelöscht noch bevor ich sie auf den Rechner gezogen habe.  Nachdem die erste Panik Attacke abgeflaut war, ging´s an die Lösungsfindung. Man hört ja immer wieder davon man gelöschte Daten ganz einfach wieder herstellen kann. Sogar wenn sie schon mal überschrieben waren. Da ich keine Ahnung mehr hatte auf welcher Karte die Daten gespeichert waren und ob ich schon ein weiteres Shooting damit fotografiert hatte, war das absolut relevant.

Ich verrate dir jetzt schon mal – es hat geklappt. Alle Daten sind wieder da und das war am Ende sogar ziemlich easy.

Für den Fall dass du auch mal in die Verlegenheit gerätst – das tool das ich genutzt habe heißt DISK Drill. Das kannst du dir hier sogar kostenlos runterladen.

Falls das nicht klappt, oder du doch die PRO Variante brauchst, kannst du einen kleinen Umweg über SetApp machen. Hier gibt es eine kostenlose Testphase, die man nutzen kann um sich DISK Drill zu laden.

Der Rest ist wirklich simpel. Und wenn ich das sage, ist es das auch :).

Du hast im Tool selbst die Möglichkeit dir die Daten die sich noch auf der Karte befinden anzusehen bevor du sie wiederherstellst. Das würde ich dir auch empfehlen und dann nur die auswählen die du tatsächlich wieder haben willst. Denn das Wiederherstellen dauert einen Moment. Den man abkürzen kann, indem man nur das wirklich relevante wiederherstellt.


E voila – Daten wieder da. Glück gehabt. Mein Kunde hat von meinem Stress und den nervenaufreibenden Stunden natürlich nichts mitbekommen. Und sich einfach nur über seine tollen Bilder gefreut.


Noch ein Tipp zum Schluss:
Warte einen Moment und lote alle Optionen aus bevor du deinen Kunden informierst. Vielleicht klärt sich das ganz doch und es ist einfach viel professioneller den Kunden erstmal außen vor zu lassen.


Viel Erfolg!

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