Irgendwie bin immer ich diejenige, die um Hilfe gefragt wird.
Kommen Familie und Freunde zu mir zum Fotoshooting endet das am Ende immer so, dass sie viele Bilder für wenig oder kein Geld bekommen.
Ich habe oft das Gefühl, wenn ich anderen den kleinen Finger reiche, nehmen sich am Ende die ganze Hand.
Wenn ich Kunden meinen Preis nenne, fühle ich mich eher unwohl dabei.
Ich ertappe mich bei dem Gedanken meine eigenen Preise zu hinterfragen und zu überlegen ob sie eigentlich gerechtfertigt sind.
Sagt mir jemand dass ich zu teuer bin, arbeitet es in mir.
Irgendwie trifft es immer die gleichen, oder? 
Probleme mit Kunden, im Umgang, beim Zahlungsprozess, etc.  Aber woran liegt das eigentlich?

Ganz kurz gesagt – Mindset. Es hat damit zu tun was dieser Typ Mensch generell denkt, was er über andere und über sich selbst denkt. 
Mindset ist am Ende ja nichts anders als eine Denkweise, eine Weltanschauung, eine Einstellung. Oder auch Mentalität und Lebensphilosophie. Es ist das, was dich prägt, was ganz unbewusst geschieht, von klein an. Deine Erziehung, die Erfahrungen die du dein Leben über machst, die Reaktionen anderer auf dich und dein tun – all das beeinflusst das was du über dich und die Welt um dich herum denkst.

Neulich wurde ich gefragt – kann man Mindset eigentlich lernen? Ja und Nein. Ein bestimmtes Mindset hat man ja erstmal. Ob man will oder nicht. Was man dann lernen kann, ist es zu verändern. Die eigene Denkweise zu hinterfragen und, wenn einem nicht gefällt was aktuell da ist, anzufangen es zu verändern. Keine leichte Sache, dass was einem vielleicht seit Kind an eingetrichtert wurde zu verändern. Dazu kommt, es ist ein Prozess, es geschieht nicht von heute auf morgen.
Das Thema Mindset poppt in meiner “Selbständige Fotografen Bubble” ganz oft auf wenn es um das Thema Preise geht.
Da wir unsere Preise selbst festlegen, kommen wir zwangsläufig an den Punkt darüber nachzudenken was eigentlich gerechtfertigt ist, was man verlangen kann etc. Und dann gehts los. Jetzt kommt all das raus was wir als Kind gesagt bekommen habe, wie unser Umfeld tickt, was wir über uns denken, welche Glaubenssätze wir zum Thema Geld haben.
Es sei dir gesagt, es ist ein Thema an dem man lange knabbern kann und die Gefahr ist groß, immer wieder zurück zu alten Mustern zu fallen. Beim Thema – ich bin zu gut für diese Welt ist es übrigens ganz genauso.
Die Kunden, die nicht so viel Geld haben um sich alle Bilder leisten zu können tun dir leid. Sie würden so gerne alle Bilder mitnehmen. Gemacht sind sie ja auch schon. Eigentlich könnte ich sie ihnen ja auch so dazu geben. Weil sie so nett sind und wir uns so gut verstanden haben. Ich würde behaupten “Mutter Theresa” poppt in vielen weiblichen Babyfotografinnen Köpfen immer mal wider auf.
Was also tun ? Wie stellt man es an seine Einstellung zu verändern? Oder sich in solchen Situationen gut zu fühlen?
Drei Dinge fallen mir ein, mit denen du beginnen könntest:

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1) Unternehmerisch denken

Du bist keine Hobbyfotografin mehr sondern möchtest deinen Lebensunterhalt mit der Fotografie verdienen. Sei dir bewusst, dass alles was du verschenkst, weggibst, für umsonst machst dein Einkommen schmälert. Sieh dein Fotobusiness nicht aus deiner Persönlichen Sicht, sondern als Unternehmerin. Fragen mich Kunden nach einem Preisnachlass (was mir heute tatsächlich so gut wie gar nicht mehr passiert) antworte ich nicht als Julia, sondern als Inhaberin von Julia Pitz Fotografie.

Ich, Julia mag meine Kunden und würde ihnen na klar am liebsten alles umsonst geben. Die Inhaberin von JP Fotografie weiß aber, dass am Ende vom Monat die Abrechnung fällig ist und eine Summe x auf dem Konto sein muss, damit das alles funktioniert. Erkennst du den Unterschied?

Die Schwierigkeit liegt sicherlich bei vielen darin, dass der Übergang zwischen – Hobby, ich mache das weil es mir Spaß macht, es erfüllt mich, ich liebe es anderen mit tollen Erinnerungen eine Freude zu machen  – und Beruf, ich möchte jetzt mein Geld damit verdienen – fließend ist.  Langsam fängt man an Geld dafür zu nehmen, professioneller zu werden. Oft hinkt nur das eigene Mindset etwas hinterher. Früher hat man Freunde und deren Freunde und die halbe Verwandtschaft gerne fotografiert. Aus Spaß an der Freude. Heute kostest dich jeder Auftrag, und wenn es nur die Verwandtschaft ist Zeit, die ansonsten in Marketing oder einen anderen Kunden geflossen wäre.

Jedes Bild das du verschenkst, kostest dich indirekt Geld. Du investierst viel Arbeit in deine Bilder und die muss honoriert werden. Sonst ist es wieder ein Hobby und kein Unternehmen, welches deine Miete bezahlt und deinen Kühlschrank füllt.

 

2) Was andere über dich denken

Ich weiß, dass viele in meinem Umfeld finden, dass ich viel zu teuer bin. Früher war mir das seeehr unangenehm.  Es war mir sooo wichtig,  was andere über mich und meine Arbeit denken.

Ich wusste dass ich das ändern muss und habe ganz bewusst, all die Dinge getan vor denen ich mich so lange gedrückt habe. Ich habe mich ganz bewusst in genau die Situation gebracht, um mir das Gegenteil zu beweisen und diesen Glaubenssatz endlich loszuwerden.

 

3) Wertschätzung dir selbst gegenüber

Was passiert, wenn du deine Bilder in die du viel Arbeit, Zeit und Mühe hineingesteckt herschenkst? Die Wertschätzung dir selbst gegenüber sinkt. Du hast stundenlang an etwas gearbeitet und bekommst am Ende nichts dafür. Fühlt sich das gut an?

Sicher nicht. Jeder Mensch möchte für das was er leistet entlohnt werden. Auf die eine oder andere Art und Weise. Klar, ein weinender und glücklicher Kunde ist unfassbar viel wert, aber leider füllt auch das am Ende nicht deinen Kühlschrank. Womit wir wieder beim Unternehmerisch denken wären.

 

 

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